Auf dem Weg zum nächsten Highlight kommen wir nochmal an Castell Coch vorbei. Sabine will nun doch die Ohrringe kaufen, die sie gestern dort entdeckt hat. Also gut, kurven wir halt nochmal hoch und gehen nochmal rein. Die Räume kann man auf sich wirken lassen. Wir entdecken wieder neue Details und Sabine kauft ihren Schmuck. Alle glücklich, dann können wir ja weiter fahren zum St. Fagans Freilichtmuseum.

im Freileichtmuseum

Ein riesiger Parkplatz wartet auf uns. Scheint ja eine größere Sache zu sein, das Museum. Als staatliches Museum ist der Eintritt sogar kostenlos, man zahlt nur für den Parkplatz!

da hat man wohl mit der Kutsche angehalten um das Strassenschild zu studieren – früher

Das tun wir und suchen den Eingang. Aha, durch das hässliche Gebäude hindurch. Ein Bellenberg in klein erwartet uns. Über 40 Gebäude aus ganz Wales wurden hier zusammengetragen und wieder errichtet. Und da Bellenberg enorm war, ist das hier immerhin immer noch groß, sogar deutlich größer als gedacht!

Gebäude vieler Epochen

Die nächsten Stunden laufen wir nun durch die Anlage. Viele Bauernhöfe aus unterschiedlichen Epochen stehen hier. Meist auch zeitgenössisch eingerichtet. Sogar ein echtes Herdfeuer brennt.

auch innen ist alles schön hergerichtet

Im Grunde wissen wir ja alle schon, wie das damals aussah. Aber hier ist es schön hergerichtet, und es macht Spaß mit eingezogenem Kopf durch die alten Stuben zu latschen und sich zu freuen wie gut wir es heute haben. Ob das Besucher in hundert Jahren auch denken wenn auch ein Haus wie unseres hier steht?

Das Rot sollte den Teufel abhalten!

Aber nicht nur Farmen stehen hier. Auch verschiedene Mühlen und andere Betriebsgebäude.
Abseits im Wald finden wir den Nachbau Eisenzeitlicher Rundbauten. Ziemlich groß sind diese, bis jetzt hatten wir nur Überreste von deutlich kleineren gesehen.

wie gesagt, ALLER Altersstufen

Viel spannender wird es aber ein paar hundert Meter weiter. Ein Prinzenhof aus dem 15 Jh. Llys Llywelyn (der Prinz) reiste durch sein Land, um Steuern einzutreiben von Hof zu Hof.

Der Jarlshof

Leider erfahren wir nicht, wie viele von denen er besessen hat. Jedenfalls recht spannend innen ausgemalt.

interessant bemalt

Genau wie die Kirche um die Ecke. Die aber aus derselben Epoche stammt…

soso, ein echter Held der Fürst

Ganz was anderes ist dann die Reihenhausausstellung aus einer ganz anderen ‚Eisenzeit‘. 6 kleine Häuschen mit Inneneinrichtungen von 1805 bis 1865 stehen hier nebeneinander.

frühe Reihenhäuser

Schon spannend die Entwicklung des Wohnens von den Zeiten der Industrialisierung bis heute.

der historische Gemischtwarenhändler

Nun erreichen wir endlich das ‚Zentrum. Der Süßwaren Store ist von Schulklassen heftig umlagert. Im historischen Gemischtwarenladen sind wir dafür alleine.

in der Nichtsüssigkeitenabteilung sind wir alleine

Marketing Anno: ‘STRONG’, na dann

Toll, eine richtige Zeitreise. Die setzen wir dann im Cafe oben drüber fort. Im stilechten 30er Ambiente mit passender Musik nehmen wir nun Tee und Caffee und jede Menge Cakes und Scones ein.

Stilecht

hauen wir rein

Weiter gehts nun, weitere Farmen, eine Schule, Kirchen und so weiter. Recht neuzeitlich spannt sich ein Klettergarten durch den Wald. Tochter möchte unbedingt, es ist leider ziemlich teuer für die kurze Strecke. Aber gut, was wir an Eintritt gespart haben, können wir ja nun hier raushauen. Die Einweisung ist echt ausführlich, dabei ist das System hier wirklich idiotensicher.

sportlicher Ausflug über den Dächern

Dann gehts los. Tochter hängt mich natürlich ab und ist schnell mehrere Stationen vor mir. Damit ich sie mal aus Foto kriege muss sie halt auf mich warten. Die Anlage ist ziemlich neu und top, wenn auch recht einfach.

Reizunterwäsche vor 100 Jahren

Wir sind die einzigen. So müssen wir nicht warten und kommen zügig durch.
Als wäre das alles noch nicht genug, wartet im östlichen Teil noch ein kleines Schloss mit Gärten und Nebengebäuden auf uns.

pittoreske Szenerie

Das schauen wir uns natürlich auch noch an. Alles nett gemacht, wenn auch nicht super toll.

aber schöner Garten

Kurz vor fünf landen wir auf Wunsch der Tochter natürlich im Shop. Doch ohne viel zu shoppen kommen wir auch wieder raus. Eigentlich wollen wir endlich mal an die Küste. Doch auch heute werden wir das nicht schaffen, denn auf dem Weg wartet noch eine Eisenzeitliche Grabkammer. Tinkinswood Buriel Chamber heißt die Steinsetzung. Und man darf ein paar Meter hinlaufen.

Naja, Beweisfoto, es gibt schönere Großsteinsetzungen

Das Ganze erinnert stark an die Bretagne. Nette Landschaft, doch obwohl der Deckel des Dolmen einer der schwersten Großbritanniens sein soll, ist das ganze nicht besonders spektakulär. Die Mauern und die Säule drunter aus dem 19 Jh. so wie massiven Überlandleitungen obendrüber stören das ‚6000 Jahre Alt Flair‘ dann doch ziemlich.

wir umrunden immerhin noch den See

Ein paar Meter fahren wir dann doch noch. Allerdings nicht bis zur Küste, sondern zu den Cosmeston Lakes. Hier wollte Mara nämlich unbedingt hin, denn hier wartet morgen eine Mittelalter Siedlung auf uns… als ob wir uns noch nicht genügend alte Häuser angesehen haben…

da hinten stehen wir – geht schlechter, oder?

Stellplatz: Cosmeston Lakes Country Park. Großer Parkplatz, vorne schöne Aussicht auf den See