Ostersonntag, es regnet. Sowas dummes, da kommt der Osterhase doch bestimmt nicht! Damit er trocken bleibt, bleiben wir besonders lange liegen. Hilft sogar denn es hört auf. Ich laufe noch schnell zum Laden in Tour fondue um Brot zu kaufen, der macht nämlich um 12:30 zu…

Auf dem Rückweg tröpfelt es wieder. Die Mädels malen noch ganz entspannt, also baue ich (zum ersten Mal seit vier Jahren unsere Tarpmarkise auf. Erst kämpfe ich mit den blöden fabrikverhedderten Fäden und dann fällt mir ein was an dem Tarp falsch war. Meine Mutter sollte es auf der Hälfte abschneiden und dann den Keder annähen. Aber das fand sie damals soo schade und nun haben wir das volle 4m Tarp am Bus hängen. Ich fluche, zudem haben wir keine Heringe dabei. Lange Rede kurzer Sinn, nach weiteren Dekaminuten ist das Teil einmal gefaltet und mit Bambusheringen in den Boden gerammt. Als ich fertig bin, ist auch der Regen vorbei, hat sich also gelohnt…

Immerhin wartet Mara immer noch geduldig auf den Osterhasen. Wir erklären, der traut sich nicht, wenn soviel los ist. Also Plan, ich verstecke mich im Womo und die Mädels gehen die französischen Toiletten anschauen. Tochter glaubt nämlich nicht, das die nur aus einem Loch im Boden bestehen.

Als sie zurückkommen war tatsächlich Osterhasi unterwegs. Und er hat sogar das gebracht was unsere anspruchsvolle Tochter sich gewünscht hat: ein Feenset mit Flügel, Zauberstab und überhaupt. Tochter ist glücklich, sammelt das Kilo Schokolade, das auch noch überall im Gras und Bambus liegt und springt aufgeregt umher. Schön, dass es sogar im Süden Frankreichs den Osterhasen gibt.

Wir hängen solange bei dem zweifelhaften Wetter rum, dass es schon wieder Zeit zum Mittagessen ist. Da wir nun dank meinem Einsatz heut morgen Baguette haben, kein Problem. Gestärkt können wir nun zum sportlicheren Teil übergehen. Zum Wandern ists zu spät, dann machen wir doch eine kleine Radtour. Erst den ‘Berg’ rauf, hinten düsen wir wieder runter und halten uns dann links. Wir nehmen den westlichen Weg an den Salinen vorbei zum Festland. Alles kein Problem, es gibt hier Fahrradwege und die Straße über den Deich ist sogar für den Autoverkehr ganz gesperrt. Ganz entspannt erreichen wir das Festland und fahren gleich weiter geradeaus Richtung Hyeres. Mit leichtem Rückenwind fliegen wir nur so da hin, die Straße ist groß und stark befahren, macht aber nix, sie hat immerhin einen Radstreifen und die Aussicht auf die grünen Hügel und die Stadt voraus ist okay.

Schnell sind wir da, kein einziges mal verfahren dank GPS. Wir stellen die Räder in der Fußgängerzone ab und laufen auf gut Glück mal los, bergan.

Downtown Hyeres

Downtown Hyeres

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Stadtansichten

Stadtansichten

Der Marktplatz

Der Marktplatz

Templerkirche

Templerkirche

Nebensaison

Nebensaison

Kleine Gassen, enge Sträßchen mit ganz viel südlichem Flair, kleinen Details und schöne Durch- und Einsichten.

Klassisch

Klassisch

Wir lassen Mara den Weg wählen, das klappt immer in solchen Städten. Auch diesmal, erst finden wir den Altstadtplatz, dann weiter bergan einen subtropischen botanischen Garten. In diesem erkunden wir fast jeden Pfad, denn überall blüht es, es gibt seltsame Bäume und Sträucher und sogar einen eigenen Kakteen Garten.

Im Botanischen Garten

Im Botanischen Garten

Auch hier - schöne Ausblicke

Auch hier – schöne Ausblicke

Seltsame Pflanzen

Seltsame Pflanzen

Und ganz oben ein kleiner Burgturm (aus dem 18.Jh, aber egal, Tochter denkt, das ist der Rest eines Prinzessinnenschlosses), den müssen wir natürlich auch ersteigen. Die Aussicht ist aber wunderbar, man kann die ganze Stadt überblicken und weite Teile der Küste. Cote d’Azur ist wirklich ein passend gewählter Name, denn es leuchte Azurblau in allen Schattierungen in der Ferne. Unsere Halbinsel sieht man natürlich auch und die Ile de Porquerolles auch.

Tolle Fernsichten

Tolle Fernsichten

Wir genießen den Ausblick noch ein Weilchen, auch wenn über uns graue Wolken hängen. Dann geht’s wieder durch den botanischen Garten und durch enge Gassen abwärts.

Wir wandern zurück

Wir wandern zurück

Einsichten

Einsichten

Es gibt auch schöne Läden

Es gibt auch schöne Läden

Wir landen wieder auf dem großen Platz und beschließen den schönen Ausflug mit Crepes und Eis und Getränk nach Wunsch. Die besten Plätze ganz oben am Platz mit bester Aussicht sind noch frei. Und preislich völlig in Ordnung, aber nach der Chocolaterie in Dilsberg schockt mich so schnell nichts mehr.

Ausichten bei Crepe, Bier und Cafe

Ausichten bei Crepe, Bier und Cafe

Wir nehmen den selben Weg zurück. Nun stehen die Flamingos in den Salinen im schönsten Abendlicht, sodass wir doch ein Bild wagen, auch wenn das Tele natürlich im Bus liegt.

Flamingos -sogar leicht rosa

Flamingos -sogar leicht rosa
Die Helden der Radtour

Die Helden der Radtour

Das Wetter ist wieder schön

Das Wetter ist wieder schön