Gestern Abend sind wir ganz entspannt angereist und französische Spezialitäten konnten wir in Selestat auch schon einkaufen. So haben wir uns bereits in der Nacht am Pied du Hohneck aufgestellt um heute Morgen ganz entspannt im Schnee aufzuwachen. Das klappt, denn hier oben auf 1300 m liegen noch die 2cm Neuschnee von gestern. Die sind in Heidelberg schon längst weg.

Wir frühstücken ganz entspannt mit Blick in weiße Landschaft und blauen Himmel. Genau, blauer Himmel. Wir haben Kaiserwetter, kein Wölkchen zeigt sich. Wunderbar, dann machen wir doch eine kleine Wanderung. Die ganzen Wintersportgeräte im Laderaum brauchen wir dafür nicht, denn Schneeschuhe sind lächerlich bei der Schnee’höhe’ draußen, Skier sowieso und Maras Schlitten wird so auch nicht funktionieren.

Kaiserwetter

Also laufen wir nun bei schönstem Wetter und immerhin ein paar Grad unter Null bergan. Der Weg ist bekannt aber immer wieder schön. Vor allem die Aussicht vom Col de Wormspel runter zum zugefrorenen See und rüber zur Rheinebene. Die ist allerdings nicht zu sehen, denn dort hängen dichte Wolken. Darüber zeigt sich aber der Schwarzwald.

Vereiste Bäume sind typisch auf dem Höhenrücken

Wir nehmen den spektakuläreren Weg

Die Aussicht kann man natürlich locker toppen. Dazu steigen wir nun zum Hohneck hoch. Wir nehmen den kleinen Weg am Steilabbruch, der immer wieder schöne Ausblicke in den sonnenbeschienenen, felsigen Hang und gegenüber in den eisigen Nordhang bietet. Tochter findet die ganzen Eiskulturen an Büschen und Grashalmen toll und so kommen wir schnell voran. Wir winken in die Webcam und schnell sind wir oben auf dem Gipfel. Dort genießen wir dann ausgiebig den grandiosen Rundblick.

Aussicht in die Rheinebene

Blauer Himmel über uns, Neuschneeauflage unter uns. Hinter uns die Hügel der Vogesen, rechts und links der Steilabbruch mit seinen felsigen Kanten. Und unter uns die wolkenverhangene Rheinebene und darüber die schneebedeckten Hänge des Schwarzwalds. Und rechter Hand als Krönung die im Dunst stehenden Zacken der Alpen. Hier kann man es aushalten.

Gipfelfoto

Wir halten auch eine Zeit lang aus, aber wer sich nicht bewegt, dem wird dann doch kalt. So steigen wir wieder ab zum Col. Unglaublich, der Hang zur Linken ist nun fast schneefrei. Und so haben wir nun eine Aussicht, die wir noch nie hatten. Eine Dreifarbige Landschaft vor uns: braune, sonnenbeschienene Hänge links, grüne Wälder vor uns und rechts der in Eis erstarrte Nordhang. Wunderbar, das ist doch immer wieder schön hier.

Blick nach Westen

Irgendwann trennen wir uns dann doch von diesem Anblick, denn das Mittagessen ruft. Nach dem wir diesem Ruf gefolgt sind, brechen wir wieder auf. Diesmal nach Süden zu den Felsgraten. Die sonnenbeschienenen Hänge sind nun wirklich schneefrei, aber hier kann man noch durchs Weiß stapfen.

Zum anderen Grat

wir stehen weit drüber

Machen wir und genießen wieder Wetter und Aussicht. Wolken ziehen langsam auf und es wird nun schnell deutlich kälter.

Unten hängen die Wolken

Über den Gipfel stapfen wir nun zurück. Die Sonne kommt auch wieder raus, bringt aber keine Wärme mehr. Dafür bietet sich nun nach Westen ein grandioser Anblick: alles westlich des Vogesenkamms liegt unter einem Wolkenozean. Nur manche Hügelspitzen ragen wie Inseln daraus hervor.

kalt – ganz hinten das Wolkenmeer

Die Wolke vor der Sonne wird nun auch größer und ein kalter Wind kommt noch zusätzlich auf. Das lässt uns etwas schneller werden und bald sitzen wir wieder froh im warmen Bus.

Wir gucken raus und erleben den Sonnenuntergang nicht mehr, denn wir sind alsbald Teil der Wolke. Was für ein schöner Wintertag!

Pied de Hohneck – Hohneck

Am Pied

Stellplatz (frei): Parkplatz Pied du Hohneck